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    Grundschule Grüntal
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Der Ort Grüntal 

wappen_gruental

Teil der Gemeinde Sydower Fließ im Amt Biesenthal-Barnim
Landkreis Barnim - Land Brandenburg

Nun auch auf WIKIPEDIA, der freien Enzyklopädie: http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCntal_%28Sydower_Flie%C3%9F%29

 Offizielle Homepage der Gemeinde Sydower Fließ (und von dort zu den Seiten der Ortsteile Grüntal und Tempelfelde): http://www.sydower-fliess.de/  

 

 

Stand: 07.02.2012


Grüntal besteht aus den Ortsteilen Sydow
(Siedlungsbereich im linken Bildteil) und Grüntal


Folgende Textmarken können auf
dieser langen Seite
bei der Orientierung helfen:

Einleitung
Das Brauwesen
Die Kirchen
Die Grüntaler Eiche
Die Grüntaler Straße in Berlin


Schlossteich Grüntal Januar 2002

Einleitung

Grüntal, eine Gemeinde mit etwa 500 Einwohnern und einer Gemarkung von 1840 Hektar ist 17 km von Eberswalde und
12 km von Bernau entfernt. Unser Dorf ist über die B 2 von Melchow, ab Biesenthal und von Rüdnitz aus gut zu erreichen.
In der Gemarkung befanden sich einst zwei Güter, das Gut Sydow und das Gut Grüntal.
Die alte Chronik gibt einen Volksspruch wieder:
Sydow und Gründel
liegen in einem Bündel.

Grenze zwischen den Orten war das Sydowfließ.
Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1375 im Landbuch Karl IV.
Die Schreibweise des heutigen Ortsnamens Grüntal variierte stark: als älteste Form ist Grundal, dann ist Grunendal, Grondell, Gründel und endlich Grünthal nachweisbar. (1)


Blick auf die Dorfstraße Richtung Grüntal: rechterhand liegt der Sydower Gutspark. Dann kommt das Sydower Fließ - dahinter liegt der Ortsteil Grüntal.

Das Feuerwehrgebäude.

Das Gutshaus in Grüntal.

Das Brauwesen

Im Jahre 1826 wurde durch den Justizrat Carl August Julius Schütz (15.1.1781 - 25.6.1836),
Gutsbesitzer zwischen 1819 - 1836, eine Brauerei nach bayerischer Art angelegt.
Hier wurde das damals sehr beliebte "Grünthaler Unterhoeler", ein Bier, hergestellt.
Von dessen Nachfolgern wurde diese Produktion fortgeführt.
Graf Bernhard von der Schulenburg (10.Mai1852 - 27.März 1936 ), der im Februar 1894 das Gut Grüntal von Paul Schütz, Sohn des Johann Julius Sch., übernahm, ließ das Brauereiwesen, welches auf Grund der starken Konkurrenz immer unrentabler wurde,
ganz eingehen. Er setzte allerdings eine bis dahin nur sporadisch geführte Produktion fort: das Brennereigewerbe nahm unter ihm einen großen Aufschwung. Kein Wunder. Einer Festschrift, die zu des Grafen 80. Geburtstag verfasst wurde, können wir
entnehmen, dass er Mitbegründer des "Verwertungsverbandes Deutscher Spirituosenfabrikanten" war, ab 1899 stellvertretender Vorsitzender der Abteilung Brandenburg, dann sogar dessen Vorsitzender. Außerdem war er noch Vorsitzender des "Vereins Märkischer Brennereibesitzer". (1)
Zu diesem Gutsherren gibt es noch einiges mehr zu erfahren. Bald. Auf einer anderen Seite.


In den Jahren 1833-1843 sollen in der Brennerei "7000 Faß a 200 Quart Spiritus" gebrannt worden sein.
Ein Quart entspricht 1,15 Liter. In 10 Jahren also die beachtliche Zahl von 1.610.000 Liter Spiritus.
(Na, das reicht für einen Superkater...)

Quelle:  (1) Hrsg.: Kreisausschuss des Kreises Oberbarnim,
bearbeitet von Rudolf Schmidt  -
 "Aus der Pfuelen Land - Zur Geschichte von Dannenberg,..., Grünthal und Sydow",
Bad Freienwalde (Oder), 1928

Die Kirchen

Grüntal ist seit seiner Gründung ein Kirchendorf. Die stark verfallene Kirche im ehemaligen Sydow wird rekonstruiert und soll für kulturelle Zwecke genutzt werden.
Die Feldsteinkirche in Grüntal befindet sich in einem guten Zustand und wird für Gottesdienste genutzt.
Die einschiffige Hallenkirche ist um 1300 entstanden. In dieser Region sind um 1150 die ersten Besiedlungen nachgewiesen.
Noch heute sind die behauenen Feldsteine im Gemäuer zu erkennen, die als typisches Merkmal früherer Kirchenbauten gelten. Doch der 30jährige Krieg (1618-1648) zog auch über unser Dorf. Es wurde wüst, die Kirche soll bis "auf die kahlen Mauern zerstört" gewesen, der Kirchturm eingefallen sein. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Kirche wieder aufgebaut. In den Jahren 1814 und 1863 gab es Reparatur- bzw. Umbauarbeiten. Der Turm bekam seine jetzige Form mit dem eckigen, an Hausgiebel der Hansestädte erinnernden Aufbau im Jahre 1883.
Zu DDR-Zeiten drohte die Kirche zu verfallen. Pfarrer Fieber sorgte gemeinsam mit seiner Familie 1976 dafür, dass das Dach neu gedeckt wurde.
            
Klick auf die Bilder zur größeren Darstellung.
 

Zur Sydower Kirche wird es später auch einen Text geben.

Blick von Tempelfelde kommend auf die Dorfstraße - im Hintergrund rechts die Sydower Kirche.

Die Grüntaler Eiche

Unmittelbar neben der (Grüntaler) Kirche ist eine 'tausendjährige' Eiche zu bewundern. Sie steht unter Naturschutz.
Unter ihrem "Dach" soll auch Napoleon Rast gemacht haben.
Von uns weitergeführte Recherchen haben ergeben, dass auch schon Tacitus, der Alte Fritz, Bismarck und andere bedeutende Köpfe unter ihr gefrühstückt haben. Auch heute
ließe sich dort gut frühstücken - ist doch die Bäckerei nicht weit...

Beim Betrachten der Eiche fällt der eigentümliche Wuchs auf. Der Stamm teilt sich in einer Höhe von etwa 3m
in drei (ursprünglich 4) Stammtriebe.
In einem Artikel der Märkischen Oderzeitung wurde eine Legende wiedergegeben:
"Während des Dreißigjährigen Krieges soll der Kirchturm in den Baum gestürzt sein und ihn gespalten haben.
Deshalb sehe er heute so aus." Ob das stimmt, wissen Kreisdenkmalpfleger Roland Gabsch und
Pfarrer Joachim Fieber auch nicht genau. »Bewiesen ist nichts«, meint Gabsch." (MOZ, 14. 3. 1996)

 

Die Grüntaler Straße in Berlin

Hans-Jürgen Mende ist der Herausgeber eines vierbändigen Lexikons, in dem die Namen aller Berliner Straßen und Plätze erklärt werden - und siehe da - auch die Grüntaler Straße im Stadtteil Wedding wird erklärt:

"Grüntaler Straße

Wedding; beginnt an der Badstraße, überquert Bellermann-, die Osloer- /Bornholmer Straße und endet unweit der Bahnanlagen am S-Bahnhof Bornholmer Straße.

Name ab: 26.9.1865

Namenserläuterung: Grüntal, Dorf im Landkreis Barnim, Bundesland Brandenburg. Mit dem Bau der Berlin-Stettiner Ei­senbahn 1842/43, die über Eberswalde führte, gewann das Dorf an Bedeutung. Grüntal wurde 1347 erstmals als Hinricus Grundal erwähnt, hieß 1373 Grunendal und ab 1861 Grünthal. Von 1450 bis 1577 ist bedeutender Gutsbesitz der von Armin zu Biesenthal bezeugt. Die Kirche Grüntals stammt im Kern aus dem 13. Jahrhun­dert und wurde im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt; der Feldsteinturm ent­stand Ende des 19. Jahrhunderts. Land- und Forstwirtschaft bilden die wirtschaftliche Grundlage heute. Das Dorf umfasst 18,40 km² und hat 460 Einwohner(1995)."

Quelle: Hans-Jürgen Mende (Hrsg.) „Alle Berliner Straßen und Plätze: Von der Gründung bis zur Gegenwart“, Verlag Neues Leben/ Edition Luisenstadt, Berlin, 1998.
Schönen Dank an meinen Bruder Helge, der mir den Tipp zu diesem Buch gab und diese Recherche durchführte.
Der "Netzmeister"

Im Internet zur "Grüntaler Straße" in Berlin auf  http://adressbuch.zlb.de und direkt:
http://adressbuch.zlb.de/viewAdressbuch.php?CatalogName=zlb_sk5&ImageNumber=747&intImgCount=1&CatalogCategory=strpl&Counter=3787&CatalogLayer=2

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